Die Greiferserie R800 – kollaborierender Greifer der Zukunft

Die Greiferserie R800 – kollaborierender Greifer der Zukunft

Benutzen Sie noch ihr Handy eines finnischen Herstellers von vor 10 Jahren? – Nein? Genau – unser Leben verändert sich, unsere Ansprüche verändern sich, unsere Welt verändert sich. Die demografische Entwicklung in den Industrieländern wird in den nächsten Jahren umfassende Veränderung der Arbeitswelt mit sich bringen. Immer mehr Menschen werden in Zukunft mit Robotern zusammenarbeiten oder von Robotern in ihrer Arbeit unterstützt werden. Damit diese Vision einer kollaborierenden Arbeitswelt Realität werden kann, wird aber nicht nur eine neue Art sicherer Roboter mit Überlastbegrenzern, umfassender Sensorik und schnell reagierenden Steuerungen benötigt. Auch das Werkzeug am Ende des Roboters muss umfangreiche Anforderungen in Beziehung auf Arbeitsschutz, Arbeitsumwelt, Betriebsmitteleinsatz, Zulassung und Abnahme etc. erfüllen Die Richtlinien um die Spezifizierung der sicherheitstechnischen Anforderungen für Roboter, ISO 10218 und deren technische Spezifikation ISO/TS 15066, beschreiben aktuell die Formen der Zusammenarbeit. Da diese bisherigen Regelwerke zwar aktuell Gültigkeit besitzen, jedoch vor dem Hintergrund des kollaborativen Einsatzes von Robotern sowohl beim DIN als auch beim CEN auf den Prüfstand stehen, sollte ein für diesen Einsatzzweck entwickeltes Produkt über die bisherigen Forderungen hinausgehen. Die Greiferserie R800 wurde nach BG/BGIA-Empfehlungen konstruiert. Die Anbauwerkzeuge sollten keine Kantenradien besitzen und, im Falle eines Greifers, darf es bei der Kollaboration mit dem Menschen zu keiner Zeit zu einer Quetschung oder sonstigen Verletzungen kommen. Die Greiferserie R800 wurde speziell für dieses Arbeitsumfeld entwickelt, und bildet den Quetschschutz durch eine mechanische Greifkraftbegrenzung in den Zwischenbacken ab. Er bietet nicht nur eine kantenfreie, abgerundete Form, die das versehentliche Hängenbleiben sicher ausschließt. Er weist auch spezielle Sicherheitsmerkmale auf, durch die Verletzung und Quetschungen durch den Greifer zuverlässig verhindert werden. So sorgt die mechanische Failsafe Funktion dafür, dass sich die Greiffinger beim Überschreiten einer definierten Kraft selbständig vom Greifer abkoppeln und somit den Menschen im Arbeitsbereich des Roboters zuverlässig schützen. Diese Funktion ist im Unterschied zu anderen am Markt verfügbaren Systemen völlig reversibel und kann wiederholt genutzt werden, denn nach dem Auslösen der Sicherheitsfunktion kehrt der Greifer wieder in den Ausgangszustand zurück und kann nach dem Einriegeln der ausgelösten Greiffinger sofort wieder eingesetzt werden. Desweiteren ist die gesamte Greiferserie mit einer vollkommen integrierten Steuerung ausgestattet und bietet somit eine denkbar einfache Inbetriebnahme. Die technischen Daten sind mit einem max. Arbeitshub von 2 x 40mm und einer regelbaren Greifkraft von 50-1250N mehr als beeindruckend. Desweiteren ist der Greifer mit 900 gr. sehr leicht.

Die Greiferserie R800 wurde in Zusammenarbeit mit Kuka Systems entwickelt und markiert mit ihren überlegene Funktionen einen wichtigen Meilenstein im wachsenden Segment der Mensch-Maschine-Kollaboration. Somit ist sie für den Einsatz mit dem Kuka LBR iiwa 7 R800, LBR iiwa 14 R820 und Kuka flexFELLOW prädestiniert.

Die Greiferserie 800 erfüllt nicht nur alle aktuellen Normen und Vorgaben für die Mensch-Maschine-Interaktion, er wurde bereits zum offiziellen Marktstart auf der Motek 2015 mit einem begehrten Industriepreis ausgezeichnet und hat großes Interesse auch und vor allem bei namhaften Automotive- und Aviation-Herstellern ausgelöst, eben typisch „THE KNOW HOW FACTORY“.

 

Zum Unternehmen:

Die Zimmer Group wurde 1980 durch die Brüder Martin und Günther Zimmer in Rheinau gegründet. Das Unternehmen, das mittlerweile mehr als 780 Mitarbeiter beschäftigt und einen Jahresumsatz von rund 94 Millionen Euro verzeichnen kann, hat seine über Jahrzehnte gewachsenen Kompetenzen in sechs schlagkräftigen Technologiebereichen gebündelt: Handhabungstechnik, Dämpfungstechnik, Lineartechnik, Verfahrenstechnik, Werkzeugtechnik und Maschinentechnik.
In diesen Technologiebereichen entstehen Produkte mit technologischem Führungsanspruch, die weltweit unter den etablierten Markennamen Benz, Zimmer und Sommer-automatic vertrieben werden.

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